Julia - Was bedeutet Selfcare für dich?

Selfcare aus Julias Perspektive

In erster Linie bedeutet selfcare für mich, meine Routinen, die ich mir über die letzten Jahre immer weiter entwickelt habe, beizubehalten. Genau gesagt ist mir meine Morgenroutine sehr wichtig und heilig. Manchmal ist das eine Stunde, an anderen Tagen 10 Minuten. Das beginnt direkt nach dem Aufstehen mit dem Gang ins Bad zum Ölziehen, kaltes Wasser ins Gesicht und danach ab auf die Matte zum dehnen, manchmal powern und vor allem tief durchatmen. Nicht immer fällt es leicht, doch die positive Wirkung lässt einfach nicht verleugnen, dass es mir gut tut.


Womit wir auch schon beim zweiten Punkt sind, nämlich das Hören auf den eigenen Körper. Denn egal ob Haut, Magen, Muskeln oder das Herz erzählen einem eigentlich schon alles, was gut ist und was nicht und vor allem, wenn mehr Selbstfürsorge benötigt wird. Leider haben viele von uns durch den Alltag verlernt, auf die Zeichen des eigenen Körpers zu hören. Doch für mich ist das essentieller Teil von selfcare.


Der Pausen - Spaziergang, um kurz mal abzuschalten oder das Laufen sind für mich reine Selbstfürsorge. Hier kann ich wunderbar Auftanken. Mir eine Yoga Stunde zu gönnen, ohne selbst zu unterrichten, nur für mich. Auch Treffen mit Freunden und einfach mal den ganzen Mittag quatschen sind für mich reine Seelenstreichler und gehören somit auch zu selfcare. Sich Freizeit gönnen ohne schlechtes Gewissen.


Ich habe es mir zur Berufung gemacht, die Menschen, mit denen ich lebe und arbeite wachsen zu sehen, "am besten über sich hinaus“ und ich bin mir bewusst, dass ich das nur erreichen kann, wenn es auch mir dabei gut geht. Betrachten wir selfcare also mal so: Ist dein Glas so voll, dass es überläuft, benötigt es keine Anstrengung mehr, anderen etwas von deiner Fülle abzugeben.

Somit hat selfcare für mich nicht nur das Ziel, gut für mich selbst zu sorgen, sondern auch, dass ich in der Lage sein kann, anderen Menschen zu helfen.

Im Grunde sehe ich es so, es fängt im Kleinen bei mir selbst an und schlägt weitreichende Wellen, denn wir können nicht verleugnen, dass alles miteinander zusammenhängt. Geht es mir gut, kann ich das weitergeben, damit geht es meinem Nächsten auch gut oder besser und so weiter…


Der letzte Punkt und fast der wichtigste in meinem Leben ist für mich selfcare im Bezug auf meine Ernährung. Als ich in die Selbstständigkeit gegangen bin hat als definitiv zu erreichendes Ziel auf der Money List gestanden, dass ich mir weiterhin "gute Lebensmittel" kaufen können muss. Das steht über vielen anderen Punkten fast an erster Stelle und ist kein Luxusgut sondern eine Lebenseinstellung, die in meinen Augen jeder von uns haben sollte. Es geht hier zum einen um meine Gesundheit, meinen Körper und mein Wohlbefinden, aber auch um die Verantwortung, die ich anderen Menschen und Lebewesen gegenüber zu tragen habe, wenn ich mich entscheide, welche Lebensmittel ich kaufe. 


Selbstfürsorge ist, je mehr ich mir darüber Gedanke mache, eine so weitreichende Entscheidung, dass sie niemals nur bei mir selbst bleibt. Kümmere ich mich um mich selbst und meine Bedürfnisse, profitieren alle davon, ich selbst, meine Mitmenschen, die Natur und alle Lebewesen.

Als ich begonnen habe, die ersten Zeilen dieses Beitrags zu tippen, sind mir noch so viel mehr Kleinigkeiten eingefallen, die ich für mich tue und es selfcare nennen würde…und das ist ein wunderbares Gefühl! Zu wissen, dass ich es selbst in der Hand habe. Wie das Wort es schon sagt. Es brauch nur meine Entscheidung, es zu tun!


In Liebe und Fürsorge,

Julia