Kathi - Was bedeutet Selfcare für dich?

Selfcare aus Kathis Perspektive

In den letzten Tagen habe ich mir einige Gedanken darüber gemacht was Selfcare für mich bedeutet. Ich habe morgens beim Aufstehen daran gedacht, während der Arbeit am Schreibtisch, unter der Dusche und abends im Bett. Ich habe mir überlegt, was ich täglich mache, um mich besser zu fühlen. Als ich dann Julias Beitrag gelesen habe und was Selfcare für sie bedeutet, dachte ich mir nur: wow, Julia ist so eine Power Frau und eine riesen Inspiration. Ich muss mich bessern und mich noch mehr um mich selbst kümmern! 


Und während ich so darüber nachgedacht habe, worin ich mich noch überall verbessern müsste, ist es mir gekommen: für mich ist Selfcare vor allem ein Prozess! Mein ganz individueller Prozess. So wie das Wort 'Self' ja schon sagt. Es geht nicht darum sich mit anderen zu vergleichen. Bei Selfcare geht es um mich und nur um mich. In meinem oft stressigen Alltag, vergesse ich schon gerne mal mich auch um mich selbst zu kümmern. Meine Gedanken schwirren überall. Aber wenn ich mich mit mir selbst vor einem Jahr vergleiche, dann bin ich schon sehr weit gekommen. Und dabei hat mir Meditation am meisten geholfen. 


Die Meditation ist meine Zeit, in der das Handy mal weggelegt wird, in der die Arbeit keine Relevanz hat und es einfach nur um mich geht. Bei der Meditation ist es aber nicht mein Ziel einfach nur präsent zu sein und an nichts zu denken. Meditation hilft mir zu spüren wie ich mich fühle. Beim Bodyscanning kann ich ganz bewusst spüren wie sich mein Körper anfühlt. Wo ich heute verspannt bin und in welchem Bereich meine Blockaden sitzen. Bei der Meditation beobachte ich auch meine Gedanken und meine Emotionen. Erst dann merke ich, was mir Bauch- oder Kopfschmerzen bereitet, was ich brauche und was ich mir Wünsche. Es hilft mir Vergangenes zu reflektieren und loszulassen. Und es hilft mir neue Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zu erkennen.  


Meditation ist meine wichtigste Art von Selfcare und zugleich auch die Basis für alle weiteren Selfcare Aktivitäten. An manchen Tagen beutetet dann Selfcare für mich, dass ich eine Yoga oder BODYART Stunde besuche. An anderen bleibe ich ohne schlechtes Gewissen auf der Couch. Manchmal ist Self-Care für mich einen wohltuenden, veganen und reichhaltigen Salat zu essen. Und manchmal brauche ich Vino und Käse. Heute brauche ich meine Abend-Routine, in der ich mein Gesicht reichlich pflege, früh zu Bett gehe und im Bett lese. Morgen möchte ich einfach nur mit meinem Liebsten kuschelnd fernschauen und dabei auf der Couch einschlafen.  


Self-Care ist für mich eine Entwicklung. Mein ganz individueller Prozess, der dafür sorgt, dass ich mich ausgeglichen und glücklich fühle. Aber um herauszufinden, was mich glücklich macht, muss ich zuerst zur Ruhe kommen und in mich hinein hören. Das Gefühl zu spüren, was man braucht, passiert natürlich auch nicht von heute auf morgen. Es ist eine Entwicklung, die Zeit und Übung braucht. Das wichtigste dabei ist, dass du dir die Zeit auch wirklich nimmst.  


Also bevor du dich vor lauter Inspiration in die Self-Care Routinen anderer stürzt, spüre in dich hinein und nimm war, was du brauchst. Lasse deinen ganz individuellen Prozess beginnen. Lasse dich von den Selfcare Routinen anderer Power-Menschen inspirieren und adaptiere, was sich für dich gut anfühlt. Denn schließlich geht es bei Self-Care nur um dich und deine Bedürfnisse.